Der Lastberg – der vergessene Teil von Rekawinkel

Auch der Lastberg, befahrbar über die Dürrwienstraße gehört zu Rekawinkel. Vom Lastberg (auf einer Seehöhe von 405m gelegen) aus führt auch ein Waldweg direkt zur Bahnstation Rekawinkel.

Blick vom Lastberg über die Höferwiese Richtung Pressbaum (Kirche)

Auf der östlichen Seite vom Lastberg, am Sonnberg liegt eine (derzeit im Jahr 2018 noch nicht verbaute) schöne Wiese (Höferwiese, Bundesforste) mit einem wunderbaren Ausblick auf Pressbaum.

Von der Sonnbergstraße gibt es keine Straßenverbindung zum Lastberg, man muß entweder über die Wiese gehen oder den (nicht befahrbaren) Verbindungsweg Sonnbergstraße zur Lastbergstraße oder Karl Eisele Straße wählen.

Die Lastbergstraße ist eine 30 km/h Zone und als Sackgasse beschildert, durch die einzige Zufahrt zur Jurekstraße, Ganghoferstraße, Karl Eisel-Straße und Waldstraße sowie die nahe gelegene Autobahn A1 ist die Lärmbelästigung am Beginn der Lastbergstraße am südlichen Teil des Lastbergs an manchen Tagen hoch.

Der Lastberg in Rekawinkel, Pressbaum
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Bemerkenswert sind die 4 Villen am Lastberg:

1881 kaufte Frau Elise Last, die Ehefrau von Albert Last das Areal des heutigen Lastberges. Das Wiental war zu dieser Zeit wegen der leichten Erreichbarkeit über die Westbahn, seiner schönen Lage im Wienerwald, wegen der vielen Geschäfte aber auch wegen der vielen Wanderwege ein von der Wiener Gesellschaft der Belle Époque der Jahrhundertwende gern besuchter Ort.

Pressbaum wurde damals die „Perle des Wienerwalds“ oder „Ischl im Wienerwald“ genannt.

Elise Last hatte den Plan eine Mietvillenanlage (ähnlich der am Semmering) zu errichten. Mit 1.Mai 1881 wurde Frau Last gestattet auf ihren Realitäten Straßen und Wege zu bauen. Ebenso wurden Bäume gepflanzt. Zum Bau der geplanten Villen ließ Elise Last einen Ziegelofen auf ihrem Grund erbauen (Genehmigung der l.l. Bezirkshauptmannschaft Sechshaus am 12.Juli 1885).

Der Stadtbaumeister Franz Ginner wurde mit dem Bau der vier Villen beauftragt. Die Baubewilligung für das „Herrenhaus“ und für die „Rote Villa“ erteilte Bürgermeister Ludwig Kaiser 1885. Der Bau der „Keinen Villa“ (1885) und der Turmvilla (1887) wurde durch Bürgermeister Engelbert Fröscher genehmigt.

Elise Last starb 1888 in Rekawinkel. Zu einem weiteren Ausbau der Villenanlage kam es nicht. Die Realitäten wurden auf sieben Erben der Familie aufgeteilt und 1896 parzelliert.

 

 

 

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